Aktuelle WEA-Zahlen in SH: Variable Bestandszahlen von 2809 bis 3435 Anlagen!

Rasanter WEA-Zubau in der BRD und besonders in SH - Immer wieder tauchen neue Zahlen in der Berichterstattung auf

Dabei ergeben unsere Recherchen regelmäßig, dass die Bestandszahlen stark variieren, je nach Informationsquelle. Die Gründe können vielfältig sein, von schlechter, zumindest schleppender Datenpflege, über unterschiedliche Zeitpunkte zur Erhebung, bis zu unterschiedlichen Interessenlagen.

Näheres hier

   

Neuer Beitrag auf www.opfer.windwahn.de

Schleswig-Holstein - Dutzende von Anwohnern von WEA in Silberstedt, Treia und Umgebung sind erkrankt.

WEA-Anwohner: Die Rotoren machen uns krank

   
etscheit

Geopferte Landschaften

Das Buch mit Beiträgen von 18 Autoren aus unterschiedlichen umweltrelevanten Disziplinen ist eine eindrucksvolle Abrechnung mit der im Namen der Energiewende fortschreitenden Industrialisierung, der zum angeblichen Schutz der Atmosphäre immer mehr Teile der Biosphäre geopfert werden.

Weiterlesen: Geopferte Landschaften

   

!! WICHTIGE PETITION !!

Umweltministerin Hendricks und das Tötungsverbot im Bundesnaturschutzgesetz

Artenschutz soll der Windkraft noch öfter zum Opfer fallen
Bitte unterzeichnen Sie die Petition zum Schutz unserer Arten!

https://www.regenwald.org/petitionen/1082/es-gibt-keine-hinnehmbare-menge-getoeteter-tiere-frau-ministerin?t=431-37-4743-1

   

windwahn vortragwindwahn Vortrag Infraschall

Wie wirkt Schall den man nicht hören kann?

   

pic12Neue Slideshow

über den Irrsinn Windenergie

Slideshow III

   

epawSchließen Sie sich der Europäischen Plattform gegen Windkraftwerke (EPAW) an
http://www.epaw.org/organisation.php?lang=de&country=Deutschland

   
 

Achtung - Stellung nehmen - Einwändungen schreiben

Auslegung des Online-Windkraft-Atlas für SH
Onlinebeteiligung ab sofort bis Ende Juni 2017

Weitere Infos hier

   

Verfassungsbeschwerde - Spendenaufruf

Der Regionalverband Taunus e.V. bringt die Windkraft vor das Bundesverfassungsgericht.
Bitte unterstützen Sie diese Aktion mit einer Spende.
--> Stichwort "Verfassungsbeschwerde" <--
   

Schleswig-Holstein

Die unzulänglichen Karten der Landesregierung sind für Einwendungen im Rahmen der Regionalplanung Teilfortschreibung Wind nicht geeignet.
Nutzen Sie daher die hervorragend aufgearbeitete Karte von H. Diedrich. http://arcg.is/1MRWx20 

   

BUND und Naturstrom AG  

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Bitte um Solidarität durch Unterzeichnung einer Petition aus Frankreich

gegen die Entwertung der Landungsstrände (D-Day-Beaches) in der Normandie zur Befreiung Europas von der Nazi-Diktatur durch eine Offshore-Windindustriezone mit 75 WEA von 180m Höhe.
Mit Ihrer Unterschrift unterstützen Sie auch den Antrag auf Erteilung des UNESCO-Welterbetitels!
Petition unterzeichen
   

Immobilienwertverluste an WEA

Details

immo vkDramatische Entwicklung aus Sicht der Makler und Grundbesitzerverbände

Fünf beispielhafte Artikel zum Thema von 2003 bis 2016

Der Kampf der Immobilienbesitzer um ihre Rechte in Zeiten des Windkraftdiktats

Keine Wertverluste in der Nähe von WEA lautet die seit Jahrzehnten beschworene Devise der Windkraftprofiteure, der Windkraft-Ideologen und der Regierung und wird im Folgenden von der Landesregierung auf eine Kleine Anfrage der FDP zu Immobilienwertverluste in S-H gerade erst wiederholt.

Verwiesen wird, wie in der Lobby-Politik und der Windkraftbranche generell üblich auf lobbyeigene "Experten", hier die Fachagentur Windenergie an Land*, in dessen Beirat Enercon, Enertrag, GE, PNE und Windwärts vertreten sind, was in etwa der Vorgehensweise zu avifaunistischen und Schallgutachten entspricht, die in ihren Stellungnahmen zu Windkraftprojekten grundsätzlich keine Gefahren für die Avifauna oder zur Schallbelastung für die Anwohner feststellen.

*Interessant ist die "Umfrage zur Akzeptanz der Windenergie an Land" aus dem Frühjahr 2016. Ein Tipp für alle Leser, die derartige Umfragen im Lobbyinteresse zu entlarven wissen.
Diese Umfrage dient z.Zt. Regierung und Windkraftprofiteuren gleichermaßen als Schutzschild gegen jeden kritischen Beitrag.
Auch schön:
http://www.sonnewindwaerme.de/windenergie/neue-fachagentur-windenergie-land-koordiniert-onshore-ausbau

Wie zynisch die Regierungsaussagen sind, zeigen die folgenden Artikel aus den letzten 13 Jahren.
Einer der größten Immobilienmakler Schleswig-Holsteins weist auf die Ergebnisse der Umfrage unter seinen Kunden hin. Danach würde bald die Hälfte der Befragten 20 % und weniger bezahlen für ein Einfamilienhaus, das im näheren Umfeld zu einer Windkraftanlage steht.
Die große Zahl der schlicht unverkäuflichen Objekte, wegen der unmittelbaren Nachbarschaft von WEA mit ständiger Hör- und Sichtbarkeit, die viele Betroffene erleben wird hierin gar nicht aufgeführt. Da bleibt dann nur noch ausharren und so oft flüchten, wie irgendwie zeitlich und finanziell möglich oder die noch dramatischere Variante "Haus verlassen und leer stehen lassen" mit allen Konsequenzen bis zum wirtschaftlichen K.O.
Leider nimmt diese Variante, die in Übersee seit vielen Jahren in großer Zahl vorkommt, inzwischen auch in Deutschland zu.
Achten Sie einmal auf die vielen Häuser mit Verkaufsschildern im Garten, die seit Jahren im ländlichen Raum in oder an Windindustriezonen leer stehen, um dann irgendwann von den Maklern aus dem Verkaufsprogramm genommen zu werden!

Die Grundbesitzervereine fordern daher seit Jahren Ausgleichszahlungen an die geschädigten Hausbesitzer, die im Übrigen nicht nur ihrer Immobilienwerte, sondern auch Ihrer Alterssicherungen und ihrer Kreditwürdigkeit (Bedingungen zur Beleihung) beraubt werden.
Dazu lesen Sie u.a. eine interessante Forderung des Verbandes Deutscher Grundstücksnutzer von 2011, aber auch die generelle Forderung von Haus & Grund.

Dass sich in Deutschland eine rechtlich belastbare und für die Immobilienbesitzer akzeptable Regelung findet ist solange illusorisch, wie die Bundes- und Landesregierungen stur bei der Devise bleiben:
Die Windkraft ist um jeden Preis zu fördern und die Kosten dafür hat in Gänze die Bevölkerung zu tragen, als Stromkonsumenten, Steuerzahler und als Häuslebesitzer. Die Windkraftbranche wird nicht angetastet.

Damit bleibt nur ein hoffentlich langer Atem bei stabiler Dauerschallresistenz und ein gutes finanzielles Polster oder die Flucht mit allen bitteren Konsequenzen aus dem unverkäuflichen Haus in der durch Windkraft verseuchten Nachbarschaft in unbelastete Regionen.
Letztere werden in der BRD, aber auch in anderen Ländern mit jedem Jahr seltener...
JR

 

I. Schleswig-Holsteiner Makler zu Wertverlusten an WEA

Aktuelle Nachrichten www.stoeben.de

006Fachmann spricht über "Immobilienpreise in den Mühlen der Windräder"

Die Idee, den Wind als Energiequelle zu benutzen, um Strom zu erzeugen, gibt es schon seit über 100 Jahren. Die erste nachgewiesene Anlage (eine mit einer Höhe von zehn Metern und vier Segeln mit jeweils acht Metern Durchmesser nach heutigen Maßstäben recht kleine Konstruktion) baute der Schotte James Blyth im Jahre 1887.
Mitte des 20. Jahrhunderts wurde die Forschung der Windenergie in vielen Staaten vorangetrieben, fand allerdings wegen der niedrigen Energiepreise kaum Umsetzung im Bau von Anlagen.
Infolge der Energie- und Umweltdiskussionen sowie der Krisen im Ölsektor in den 70er Jahren bekam die Windenergieforschung wieder Aufwind. Seitdem fand eine stetige, technische Entwicklung statt, im Zuge derer die Windkraftanlagen effektiver aber auch wesentlich größer wurden. Im Jahr 2015 besitzen die größten Anlagen durchschnittlich eine Nabenhöhe von 150 m mit Rotordurchmessern von bis zu 130 m mit einer Gesamthöhe von bis zu 200 m.

Je größer und auffälliger die Windkraftanlagen wurden, ergaben sich neben dem technischen Vorteil auch subjektiv empfundene Nachteile bei der Bevölkerung. Diese beziehen sich vor allem auf Geräuschemissionen, Schattenwürfe und auch optische „Verschandelung“ der Natur, und die damit verbundene Wertminderung der eigenen Immobilie nicht zu vergessen.

Grundsätzlich hatte auch schon in den 70er und 80er Jahren kaum jemand etwas gegen diese umweltfreundliche Energieerzeugung, allerdings doch bitte nicht im persönlichen Umfeld und in der eigenen Sicht- und Hörweite. Schließlich kam der Strom damals noch aus der Steckdose und die vereinzelt aufgestellten, neuartigen Windkraftanlagen erweckten eher Stauen als Abscheu. Mit der zunehmenden Verspargelung ganzer Landschaften verringerte sich allerdings auch die Akzeptanz für die Windenergiegiganten.
Mit dem Ausstieg aus der Atomenergie fand dann ein gewisses Umdenken bezüglich der Gewinnung umweltschonender Energieressourcen statt.

Um nun ein aktuelles Stimmungsbild bezüglich Windkraftanlagen im persönlichen Wohnumfeld einzufangen, führte OTTO STÖBEN eine Umfrage unter seinen Kunden durch, an der sich insgesamt 88 Personen beteiligten.

Im Vergleich zu anderen erneuerbaren Energien wie Wasserkraft, Biogasanlagen, Geothermie und Photovoltaik steht die Windkraft bei den von OTTO STÖBEN befragten Kunden in der Akzeptanz bei einer Vergabe der Noten von 1 (am ehesten toleriert) bis 5 mit dem ermittelten Mittelwert von 3,11 an vorletzter Stelle.
Spitzenreiter sind hier die Photovoltaikanlagen mit einem Mittelwert von 1,87 gefolgt von Wasserkraft (2,05) und Geothermie (2,35). Das Schlusslicht bilden bei dieser Umfrage die Biogasanlagen mit einem Wert von 3,63.

Allerdings beantworteten 71,3 % der Teilnehmer die Frage, ob sie grundsätzlich in eine Gemeinde ziehen würden, in der Windkraftanlagen stehen, mit Ja und 28,7 % mit Nein, was zunächst auf ein Umdenken bezüglich Windkraftanlagen im eigenen Dunstkreis schließen lassen würde.
Dem gegenüber steht die Beantwortung der Frage, wie nahe man an einer Windkraftanlage bauen bzw. wohnen würde. Hier würde die größte Anzahl der Befragten (34,1 %) eine Entfernung von 3.000 – 4.000 m bevorzugen, 14,8 % eine Entfernung von 2.000 – 3.000 m, 26,1 % eine Entfernung von 1.000 – 2.000 m, 19,3 % eine Entfernung von 500 – 1.000 m und lediglich 5,7 % würden eine Windkraftanlage in weniger als 500 m tolerieren.

Am meisten stören würden 74,7 % der Befragten an den Windkraftanlagen die Geräuschemissionen, gefolgt vom Schattenwurf (43,9 %) sowie vom verbauten Blick (40,2 %). Gesundheitliche Folgen befürchten 17,2 %. Immerhin 12,6 % würden sich durch nichts beeinträchtigt fühlen.

Auf die Frage, um wie viel Prozent ihr Kaufangebot für ein Einfamilienhaus sinken würde, wenn es im näheren Umfeld zu einer Windkraftanlage stünde, antworteten die Befragten folgendermaßen:

  • 5 % weniger bezahlen würden 16,5 %
  • 10 % weniger bezahlen würden 18,8 %
  • 15 % weniger bezahlen würden 20,0 %
  • 20 % weniger bezahlen würden 22,4 %
  • > 20 % weniger bezahlen würden 22,4 %

„Abschließend betrachtet ergibt unsere Umfrage, dass die subjektiv gefühlte Beeinträchtigung durch die Nähe einer Windkraftanlage nach wie vor sehr hoch ist. Objektiv kritisch wird es für den Immobilienbesitzer, wenn eine Anlage in Sichtweite steht. Dann muss er in jedem Fall mit massivem Wertverlust rechnen“, resümiert Patrick Stöben, Gesellschafter bei OTTO STÖBEN GmbH

http://www.stoeben.de/news/aktuelle-nachrichten/48-news/377-immobilienpreise-in-den-muehlen-der-windraeder

 

II. Immobilienwertverluste an WEA - Realität versus Lobbyinteressen

shz
vom 01.07.2016

Windräder vor der Tür: Sinkt der Wert der Hauses?

01Makler und Eigentümerverbände beobachten Preisminderungen – Landesregierung: Keine negativen Auswirkungen
von Frank Jung

Kiel
Immer mehr Schleswig-Holsteiner fragen sich im Zuge des Windkraft-Ausbaus, ob der Wert ihres Hauses durch heranrückende Rotoren sinkt. Doch nach Einschätzung der Landesregierung ist das nicht der Fall. So antwortet die Staatskanzlei auf eine Parlamentarische Anfrage des FDP-Landtagsabgeordneten Oliver Kumbartzky. Sie stützt sich dabei auf eine Untersuchung der Berliner „Fachagentur Windenergie an Land“ mit Daten aus dem Jahr 2013. Darin sei „zusammengefasst dargelegt, dass Windräder Immobilienpreise nicht negativ belasten“, resümiert die Staatskanzlei.

Das Gutachten leitet diese Aussage daraus ab, „dass Küstenregionen als Zweit- und Alterswohnsitz immer attraktiver werden, die Immobilienwerte kräftig ansteigen und zahlreiche Neubaugebiete ausgewiesen wurden, obwohl in den dortigen Gemeinden besonders viele Windenergieanlagen errichtet wurden“. Zudem zitiert die Landesregierung eine Studie der Stadt Aachen. Die rechnet damit, „das vor dem gesellschaftlichen Hintergrund der Energiewende mit einem allgemeinen Wertewandel zu rechnen ist“, durch den Windräder immer mehr Akzeptanz fänden.

Mehrere Makler aus Schleswig-Holstein widersprechen dem Land. „Die Nähe zu Windkraft kann eine erhebliche Minderung des Verkehrswerts bedeuten“, beobachtet der Kieler Immobilienunternehmer Carsten Stöben. Seine Firma hat unter 100 Interessenten aus dem ganzen Land in diesem Jahr eine Umfrage gemacht. Um wieviel Prozent sie ihr Kaufangebot bei Windkraft in der unmittelbaren Nachbarschaft senken würden, sollten sie angeben. „Die Masse hat mit mindestens 15 Prozent weniger geantwortet“, schildert Stöben. Sofern die Interessenten bei Rotoren nebenan überhaupt kaufen wollten. „Am liebsten möchten die Kunden vier Kilometer Abstand zum nächsten Windrad“, sagt Stöben. „Aber damit sind sie dann schon in der Nachbargemeinde“, gibt er zu bedenken.

„Natürlich wird da verhandelt, und die Interessenten überlegen sich das dreimal“, berichtet Wolfgang Ullrich, Geschäftsführer von LBS Immobilien, über Kundenkontakte bei windkraftnahen Objekten. Auch sei zu berücksichtigen: In der Regel würden derartige Häuser schon von vornherein zu einem niedrigeren Preis annonciert.

Nach Einschätzung von Alexander Blazek, Vorsitzender des Eigentümerverbands Haus & Grund, geht es nicht nur um ästhetische Ursachen. Geräusche und Schlagschatten würden als handfeste Beeinträchtigung empfunden. „Eine Wertminderung liegt auf der Hand“, sagt Blazek, auch wenn das Ausmaß stark vom Einzelfall abhänge. Die Lage der Rotoren zum Haus und die Geländeformation machten große Unterschiede aus.

Furcht vor Wertminderung spielt auch eine Hauptrolle, wenn sich Schleswig-Holsteiner Anti-Windkraft-Initiativen anschließen. Nach der Angst vor Lärm sei es der zweithäufigste Grund, sagt die Sprecherin des landesweiten Bürger-Bündnisses „Gegenwind.SH“, Susanne Kirchhof.

Dass die Landesregierung einen Wertverlust verneint, ist für FDP-Mann Kumbartzky „nicht nur realitätsfern“. Es zeige auch, „dass sie die Sorgen der Eigentümer überhaupt nicht ernst nimmt.“ Der Abgeordnete fordert als Ausgleich für „gravierende Nachteile“, den Abstand zur Wohnbebauung aufs Siebenfache der Höhe von Windkraftanlagen zu vergrößern.

http://www.galluse.de/Windenergie-in-Schwansen/Presse/ (Bis zum Artikel scrollen!!)

Dazu passend Kleine Anfrage der FDP zu Immobilienwerten nahe WEA

 

 

III. Verband Deutscher Grundstücksnutzer in 2011

Ausgleich für den Wertverlust
Windparks und Freileitungen lassen Grundstückswerte sinken - ein Vorschlag für eine Entschädigungslösung

008Von Holger Becker

In Deutschland hat die Diskussion darüber begonnen, welche Folgen die von der Bundesregierung angekündigte „Energiewende“ nach sich ziehen wird. Klar zu sein scheint: Der schrittweise Ausstieg aus der Atomenergie soll gepaart sein mit einem starken Anstieg der Energieerzeugung aus den Potentialen, die Sonne, Wind und Biomasse bieten. Geplant ist ein massiver Ausbau der Windkraftnutzung, wofür Kanzlerin Angela Merkel zu Maibeginn den Startschuß gab, indem sie 16 Kilometer vor der Küste von Fischland-Darß-Zingst den ersten Offshore-Windpark in der Ostsee eröffnete. Aber auch an Land ist ein kräftiges Wachstum der Windparks abzusehen – in der Fläche wie in der Größe der Anlagen und damit in ihrem Einfluß auf das Bild der Landschaft und das Leben ihrer Bewohner.

Zu spüren bekommen werden diese Entwicklung vor allem die Menschen in den ländlichen Regionen. Was das heißt, wissen schon heute die Bewohner vieler Dörfer, die von Windparks umzingelt sind oder in deren Nähe Überlandleitungen die Elektroenergie von ihrem Erzeugungsort zu den nicht selten weit entfernten Verbrauchern in der Wirtschaft und den Privathaushalten transportieren.

Die Frage ist: Müssen die Betroffenen, deren Zahl in Größenordnungen zunehmen wird, dies alles einfach nur erdulden oder werden auch ihre unmittelbaren Interessen berücksichtigt? Im Zusammenhang mit der „Energiewende“ ist viel von Ethik die Rede, real geht es aber nicht zuletzt um lukrative Geschäfte mit der Energie, um Gewinner und Verlierer.

Wer in der Nähe eines Windparks wohnt, gehört eindeutig zu den Verlierern. Die Lebensqualität des Wohnortes wird nicht nur gemindert, weil das gewohnte Landschaftsbild zerstört wird. Es drohen auch Störungen und gesundheitliche Beeinträchtigungen durch Schattenwurf, Blinkfeuer und niederfrequenten Lärm, der zur Dauerbelastung wird. Häuser und Grundstücke in der Umgebung von Windparks verlieren stark an Wert. Vor allem in den östlichen Gegenden, die unter dem Wegzug Millionen junger Leute in Richtung Westen leiden, wird es immer schwieriger, solche Immobilien überhaupt noch zu veräußern, wenn Windräder oder große Freileitungen sich in der Nähe befinden. Denn Ruhe und die Möglichkeit zu ungeschmälertem Naturgenuß sind die wichtigsten Argumente für Grundstückskäufer in diesen Regionen.

Wie in der Hochzeit der Stuttgart21-Proteste steht auch hier die Frage, ob nicht die Mitwirkungsrechte der Betroffenen deutlich gestärkt werden sollten. Gäbe es regionale Volksabstimmungen, bei denen die Bürger abstimmen können, ob Windräder in die Nähe ihrer Haustür kommen sollen, ließe sich das Ergebnis leicht ausrechnen. Fraglich, ob das praktikabel ist. Die Nutzung der Windkraft an Land und den Transport des Stromes aus Offshore-Anlagen über weite Strecken hin zu den Verbrauchern würde das wahrscheinlich blockieren.

Durchaus umsetzbar erscheint aber etwas anderes: nämlich die finanzielle Entschädigung all derer, die als Grundstückseigentümer den Schaden von der Erzeugung und Weiterleitung des Windstroms haben. Dafür läßt sich – mit umgekehrten Vorzeichen quasi – ein Modell nutzen, das es bereits in Gesetzesform gibt – und zwar im Baugesetzbuch des Bundes, dessen § 154 die Zahlung sogenannter Ausgleichbeträge regelt, die Eigentümer von Grundstücken in festgelegten Sanierungsgebieten an die Kommunen zu entrichten haben. Dieser Betrag muß laut Gesetz „der durch die Sanierung bedingten Erhöhung des Bodenwerts“ entsprechen. Für die Grundstückseigentümer stellt das zumeist eine erhebliche finanzielle Belastung dar.

Zur Zeit werden solche Ausgleichsbeträge in großer Zahl von Grundstückseigentümern in ostdeutschen Städten kassiert. Denn dort steht zur Zeit die Abrechnung jener Sanierungsmaßnahmen an, die zumeist in den 1990er Jahren in den Stadtkernen begonnen worden sind. Die Höhe der Beträge wird per Gutachten bestimmt, und zwar unabhängig davon, wie sich der Bodenwert real entwickelt hat. Und der ist im Osten in den meisten Regionen seit der Mitte der 1990er Jahre rapide gefallen. Die Gutachter schreiben deshalb fest, wie stark der Bodenwert ohne Sanierung gefallen wäre, um daraus eine Werterhöhung zu begründen.

Genausogut könnte in das Baugesetzbuch aber eine Bestimmung eingefügt werden, nach der an jene Eigentümer ein Ausgleichsbetrag zu zahlen ist, deren Wohngrundstücke aufgrund des staatlich sanktionierten Baus und Betriebs von Anlagen zur Erzeugung und zum Transport von Energie einen Wertverlust erleiden. Die Gebiete solcher negativen Betroffenheit ließen sich mindestens ebenso exakt definieren wie bei den Sanierungsgebieten mit ihrer unterstellten positiven Betroffenheit, vielleicht aber aufgrund physikalischer Parameter sogar noch viel genauer. Die Wertentwicklung nach unten könnte wie beim § 154 des Baugesetzbuches per Gutachten ermittelt werden. Der Weg der Auseinandersetzung für den Fall zum Beispiel, ein Grundstückseigentümer hält den ermittelten Augleichsbetrag für zu niedrig, erfolgt vor den Verwaltungsgerichten.

Selbstverständlich soll das Ganze des Staates Schade nicht sein. Denn die Erzeuger und Transporteure der Energie verdienen damit viel Geld. Auch als Geldanlage mit Renditen von 8 Prozent und mehr pro Jahr ist die Windkraft gefragt. Deshalb wäre es nur zu gerecht, wenn der Staat bei den Anlagenbetreibern vom reichlichen Gewinn einen Teil abschöpft, um daraus den geschädigten Grundstückseigentümern für die erfolgte faktische Teilenteignung einen Ausgleich zu zahlen – was die Akzeptanz der Anlagen sicherlich erhöhen würde

http://www.vdgn.de/vdgn-journal/2011/vdgn-journal-56-2011/beitrag/ausgleich-fuer-den-wertverlust/

 

IV. Haus & Grund

Ausbau von Windkraftanlagen: Haus & Grund erwartet Ausgleichsreglung für Wertverluste und klare Abstandsregelung

Pressemitteilung vom 26.03.2014

Werterhalt der Immobilie im Mittelpunkt004

Im Vorfeld des diesjährigen Verbandstages setzt sich Haus & Grund Württemberg mit aktuellen landespolitischen Themen auseinander.

Haus & Grund Württemberg ist der Landesverband Württembergischer Haus-, Wohnungs- und Grundeigentümer e.V. mit 59 angeschlossenen Ortsvereinen und über 96.000 Mitgliedern. Bundesweit sind 900.000 Mitglieder in Haus & Grund organisiert. Der diesjährige Landesverbandstag findet am 5. April in Friedrichshafen statt. Dort werden mehr als 800 Mitglieder erwartet. Gastredner ist in diesem Jahr Ministerpräsident Winfried Kretschmann.

Ausbau von Windkraftanlagen: Haus & Grund erwartet Ausgleichsreglung für Wertverluste und klare Abstandsregelung

Der von der Landesregierung geplante massive Ausbau von Windkraftanlagen erfüllt zahlreiche Mitglieder von Haus & Grund mit Sorge. Windkraftanlagen rücken in Folge der Ausbaupläne immer näher an die Wohngebiete heran – mit entsprechend nachteiligen Folgen für die Eigentümer.

„Durch den Bau von Windrädern droht zum Teil massiver Wertverlust von benachbarten Grundstücken und Wohngebäuden“, befürchtet Ottmar H. Wernicke, Geschäftsführer von Haus & Grund Württemberg. „Mieteinnahmen sinken oder fallen ganz weg, während auf der anderen Seite durch die Windkraftanlagen erhebliche Gewinne erwirtschaftet werden.“

Der Rechtsschutz der betroffenen Eigentümer sei angesichts der wirtschaftlichen Tragweite unzureichend. Die Grundstücke würden durch Lärm, Schattenschlag, Eiswurf und nicht zuletzt durch die bedrängende Wirkung sowie nicht ausreichenden bauordnungsrechtlichen Abstandsflächen an Wert verlieren. Verluste von 30 % und mehr bis zur Unverkäuflichkeit der Immobilien seien die Folge.

„Da ist es nur fair, wenn dafür ein Ausgleich geschaffen wird“, fordert der Verbandsvorsitzende Michael Hennrich. „Zumal die Problematik vor allem Eigentümer im Ländlichen Raum betrifft. Sie sind ohnehin schon mit starken Wertminderungen ihrer Immobilien konfrontiert“.

„Wir fordern deshalb zum einen eine angemessene Entschädigungsregelung für betroffene Eigentümer und zum anderen eine größere Abstandsregelung“, so Ottmar Wernicke. „Die Höhe der Windkraftanlage x 10, das muss der Mindestabstand sein, um die schlimmsten Beeinträchtigungen von Eigentümern und Mietern abzuwenden.“

Das Land müsse einen konkreten gesetzlichen Anspruch auf finanziellen Ausgleich für die betroffenen Eigentümer schaffen. Dies sei angesichts dieses enteignungsgleichen Eingriffs verfassungsrechtlich geboten. „Klimaschutz darf jedenfalls nicht auf dem Rücken der Eigentümer ausgetragen werden“, so Hennrich.

http://www.hugw.de/presse_146.html
.............................................................................

V. 40 Meter hohe WKA machen Immobilien in S-H und NI trotz 40% Preisabschlag unverkäuflich

DIE WELT

Bereits 22.09.2003 war das Thema Wertverluste aktuell

Windkraft bringt Immobilienpreise in Turbulenzen

005

Vor fünf Jahren hatte die Familie umgerechnet 200.000 Euro für ihr neues Haus bezahlt. Als sie es jetzt verkaufen musste, war kein Interessent bereit, mehr als 150.000 Euro zu bieten. Der Grund für den drastischen Preisverfall: 40 Meter hohe stählerne Windmühlen in unmittelbarer Nachbarschaft. Für Wolfgang Grasse, Makler in Oldenburg und Vorsitzender des Rings Deutscher Makler in Niedersachsen, kein Einzelfall:
Immobilien in der Nähe von Windkraftanlagen (WKA) "können derzeit nur mit Preisabschlägen von bis zu 20 Prozent veräußert werden".

Immobilien, die sich nördlich von Windkrafträdern befinden, seien besonders betroffen. Die rotierenden Schattenwürfe der Propellerblätter würden als extrem störend empfunden. Hinzu käme die Geräuschbelästigung. Insbesondere Ferienhäuser an der Küste hätten dadurch stark an Wert verloren. "Kaum jemand will die kostbarste Zeit des Jahres im Schatten der Spargel verbringen."

"Zahlreiche Immobilien in der Nähe von WKA sind quasi unverkäuflich", erklärt Jürgen-Michael Schick, Sprecher des Verbands Deutscher Makler (VDM). Verbandsmitglieder in Niedersachsen und Schleswig-Holstein beklagten, dass einige Häuser seit Jahren mit Preisabschlägen von bis 40 Prozent angeboten würden. "Dennoch gibt es nicht einmal Interessenten für diese Objekte", sagt Schick.

Eine Klage gegen die Betreiber oder die Kommune habe in der Regel keine Erfolgsaussichten, so Schick. "Die Planverfahren entsprechen eigentlich immer den gesetzlichen Auflagen." Das Bundesemissionsschutzgesetz sieht einen Mindestabstand der Windkraftanlagen zur Wohnbebauung von einem Kilometer vor.

http://www.welt.de/print-welt/article261194/Windkraft-bringt-Immobilienpreise-in-Turbulenzen.html

   

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Man sollte immer auf alte Männer hören  

  • 220px-JosephPulitzerPinceNeznpsgovEs gibt kein Verbrechen, keinen Kniff, keinen Trick, keinen Schwindel, kein Laster, das nicht von Geheimhaltung lebt. Bringt diese Heimlichkeiten ans Tageslicht, beschreibt sie, macht sie vor aller Augen lächerlich. Und früher oder später wird die öffentliche Meinung sie hinwegfegen. Bekannt machen allein genügt vielleicht nicht – aber es ist das einzige Mittel, ohne das alle anderen versagen

    Josef Pulitzer (1847 - 1911)

     
  • 200px-Richard Wagner by Caesar Willich ca 1862Sandwike ist's, genau kenn ich die Bucht.
    Verwünscht! Schon sah am Ufer ich mein Haus,
    Senta, mein Kind, glaubt ich schon zu umarmen: -
    da bläst es aus dem Teufelsloch heraus ...
    Wer baut auf Wind, baut auf Satans Erbarmen!

    Richard Wagner (1813 - 1883)  - Der fliegende Holländer

     
  • gandhi-mahatma

    „Zuerst ignorieren sie dich,
    dann lachen sie über dich,
    dann bekämpfen sie dich und dann gewinnst du.“
    Mahatma Gandhi (1869 - 1948)

     
  • th128---ffffff--wilhelm busch.jpgAus der Mühle schaut der Müller, Der so gerne mahlen will.
    Stiller wird der Wind und stiller, Und die Mühle stehet still.
    So gehts immer, wie ich finde,
    Rief der Müller voller Zorn.
    Hat man Korn, so fehlts am Winde, Hat man Wind, so fehlt das Korn.

    Wilhelm Busch (1832 - 1908)

     
   

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Zitate  

"Kulturelle Barbarei"
"Es ist doch pervers, wenn man, um die Umwelt zu schützen, den CO2-Ausstoß steigert und die Landschaft zerstört."


Oskar Lafontaine in der Saarbrücker Zeitung am 31.10.2013

"Man has the fundamental right to freedom, equality and adequate conditions of life, in an environment of a quality that permits a life of dignity and well-being, and he bears a solemn responsibility to protect and improve the environment for present and future generations."

Declaration of the UN Conference on the Human Environment

"Früher war Energiearmut ein Randphänomen, mittlerweile ist es ein Alltagsproblem."

Volker Hatje, Elmshorner Stadtrat

„Alternative Energiegewinnung ist unsinnig, wenn sie genau das zerstört, was man eigentlich durch sie bewahren will: Die Natur“

Reinhold Messner, 2002

"Der Ausbau regenerativer Energien kommt vor Umweltschutz"

Winfried Kretschmann, grüner Ministerpräsident von Baden-Württemberg, auf der Verbandsversammlung des Gemeindetages in BW

"Ihr müsst schon sehr gute Argumente liefern, wenn wir sie nicht bei euch vor die Haustür setzen sollen. Dann bauen wir sie woanders hin. Aber bauen werden wir sie. Warum? Weil das Gemeinwohl es gebietet."

Winfried Kretschmann (MP Baden-Württemberg) über seine Windwahnphantasien

For us, the world was full of beauty; for the other, it was a place to be endured until he went to another world. But we were wise. We knew that man's heart, away from nature, becomes hard.

Chief Luther Standing Bear (1868-1939)

"Eines Tages wird der Mensch den Lärm genauso bekämpfen müssen wie Cholera und Pest."

Robert Koch (1843-1910)

"Ich bin für Naturschutz und Energiewende verantwortlich und kann deshalb klar sagen, dass die Energiewende nicht am Naturschutz scheitern wird."

Robert Habeck, Energiewendeminister S-H am 20.08.2012 im WELT-Interview

Keine Lüge kann grob genug ersonnen werden: die Deutschen glauben sie. Um eine Parole, die man ihnen gab, verfolgten sie ihre Landsleute mit größerer Erbitterung als ihre wirklichen Feinde."
Napoleon Bonaparte (1769-1821)
   

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